Besuch von Herrn Christoph Schmocker und Herrn Anthony Acheampong

23/01/2021

Ende November hat Christoph Schmocker von der Julius Bär Stiftung dem Projekt einen Besuch abgestattet. Intensive Gespräche mit (fast) allen Beteiligten sowie eine Standortbesichtigung am Omdeldam und Swakopmund, haben den Projektpartnern geholfen sich weiter zu orientieren.

 

Am 23 Januar reiste Anthony (Projektberater der EU) nach Namibia. Von Julius Bär beauftragt,  hatte sein Besuch das Ziel, unser Projekt zu bewerten und es mit all sinene Facetten kennen zulernen. Innerhalb von sechs Tagen, haben Oliver und Anthony die verschiedenen Projektstandorte besucht. Intensive Gespräche mit unseren Projektpartner, sowie mit Regierungsmitarbeitern haben Anthony einen umfangreichen Eindruck vermittelt, welcher nun in einem Bericht Ende Februar veröffentlicht wird.

 

Johnny, der Projektmanager im Norden, und die Frauen aus Sivara zeigen Anthony Acheampong die Qualität der diesjährigen Mongongo-Ernte.
Einwohner des Dorfes Eengawa, die Marula-Saat sammeln.

Neues Büro und Konferenzraum in Swakopmund

14/01/2021

Da die Arbeiten rund um das Projekt immer umfangreicher werden, haben wir im Januar ein Trustbüro, sowie einen angrenzenden Workshopraum für bis zu 15 Teilnehmer eingerichtet.

Neue Plantage am Okavango

05/01/2021

Im Januar 2021 wurden in dem Dorf Sivara die ersten Moringabäume gepflanzt. Eine Fläche von 2 Hektar wurde ordentlich eingezäunt und gepflügt. Moringa wächst in diesem Gebiet äusserst schnell und bietet den Dorfbewohnern einen vielseitigen Markt. Moringablattpulver und Moringaöl sind nur zwei der Produkte, die aus den Bäumen gewonnen werden können.

 

Neben einer gutangelegten Plantage, darf natürlich eine ordnungsgemäße Liste der Einzäunungsmaterialien nicht fehlen.

Das Projekt nimmt weiter Fahrt auf

05/01/2021

Nach eines Corona-bedingt schwierigem Jahr 2020 mit zahlreichen Herausforderungen, geht es mit den Arbeiten an den Projektstandorten munter voran.

Beim Omdeldam konnte die Infrastruktur erweitert werden, sodass neben den bereits bepflanzten 8 Hektar, weitere 12 Hektar Wüstenboden darauf warten, bepflanzt zu werden. 

Corona hat ziemlich deutlich gemacht, dass neben dem Geschäftsmodel „Jojoba“ auch der Anbau von essbaren Pflanzen ein äußerst wichtiger Aspekt ist. Hier werden wir uns intensiv bemühen, den Projektpartnern durch den Anbau von z.B. Mais und Roter Beete einen besseren, gesünderen Lebensstandart zu ermöglichen.

Zwei Lehrgänge zu dem Thema – Nachhaltigkeit im täglichen Leben – (privat budgeting and personal view to life) fanden im Oktober und November statt.

Friedrich Alpers zusammen mit einigen unserer Projektpartnerinnen vom Omdeldam während des Lehrganges

Schweizer Verein ermöglicht Bio-Zertifizierung und Ausbau der Infrastruktur

17/11/2020

Der Schweizer Verein „Jojoba für Afrika“, der eigens für die Unterstützung des Jojoba für Namibia Trusts gegründet wurde, fördert das Projekt in Namibia mit einem Betrag von 10’000 Franken. Die Mittel dienen der CERES-Zertifizierung der Pflanzungen am Omdeldamm und der beiden Sammelzentren im Norden. Das international anerkannte CERES-Bio-Label bescheinigt die Nachhaltigkeit der Produktion. Dadurch erzielen die Projektpartnerinnen höhere Preise für die Rohwaren, und die Kundschaft erhält den Nachweis, dass die Produkte fair und ökologisch einwandfrei produziert wurden. Ein Teil des Betrags wird für den Ausbau der Sammelzentren im Norden eingesetzt, insbeson­dere für die Errichtung von Toilettenanlagen, die Einzäunung und eine Wasserleitung.

Bau des Ernte- und Schulungszentrums in Sivara

Zentren in den nördlichen Erntegebieten im Bau

17/11/2020

In den Erntegebieten des Nordens sammeln etwa 1’500 Frauen die Saat von verschiedenen Pflanzen, die zu kosmetischen Ölen verarbeitet werden. An zwei verschiedenen Standorten entstehen Zentren, wo regionale Projektmitarbeiter die wild gesammelte Saat von Mongongo-, !Nara- und Marulapflanzen entgegennehmen, sortieren, reinigen und für den Transport bereit machen. In Sivara schenkten die lokalen Stammesautoritäten dem Projekt ein Stück Land von drei Hektaren – eine grosse Ehre und ein Zeichen von Wertschätzung für Oliver Rust und sein Team. Auf dem Grundstück entsteht das Zentrum. Das Hauptgebäude wurde auf traditionelle Weise mit lokalen Baumaterialien errichtet. Geplant sind auch Unterkünfte, Toiletten und Duschen für das Personal. Zudem sollen Moringa-Bäume angepflanzt werden.

Gebaut wird mit traditionellen Materialien
Mitarbeiterinnen des Zentru

Erweiterung der Jojoba-Pflanzungen am Omdeldamm

17/11/2020

Trotz Corona und dem stärksten Sandsturm seit mindestens 30 Jahren kommen die Arbeiten an den Pflanzungen voran. Zusammen mit den Projektpartnerinnen Rosa, Ester, Emma und Josefine wurden die künftigen Anbauflächen ausgemessen und Bodenanalysen in Angriff genommen. Bereits begannen auch die Arbeiten an der Infrastruktur. Das Wasser muss über sechs Kilometer an die Pflanzungen herangeführt werden. Vom Bohrloch am Flussbett des Omaruru wird das Wasser auf einen nahe gelegenen Hügel hochgepumpt, von wo es mit einer Druckpumpe auf die verschiedenen Anbauflächen verteilt wird. Auf diese Weise stehen ausreichende Wassermengen mit dem nötigen Druck für die Bewässerung zur Verfügung.
Wegen des Lockdowns konnte Namib Desert Jojoba während sechs Monaten keine Jojoba-Stecklinge produzieren. Inzwischen ist die Produktion wieder angelaufen, und im Dezember wollen die Frauen mit ihren Mitarbeitern 10’000 neue Pflanzen einsetzen.

Die Projektpartnerinnen Ester, Emma, Rosa und Josefine
Installation der solarbetriebenen Wasserpumpe
Im Dezember will das Projektteam 10'000 Stecklinge einpflanzen

Marulabrot für Kindergärten

26/8/2020

 Das Coronavirus setzt auch Namibia schwer zu. Die grösseren Städte sind abgeriegelt, die Wirtschaft ist zum Erliegen gekommen, und die Menschen leiden Not. Zudem wütete im Juli ein gewaltiger Sandsturm, der auch die Pflanzungen nicht verschonte. Dieser Beeinträchtigungen haben das Jojoba-Projekt zwar gebremst, nicht aber zum Stillstand gebracht. Oliver und sein Team haben sich deshalb etwas einfallen lassen. In Zusammenarbeit mit einer lokalen NGO unterstützen sie Kindergärten in den Armenvierteln von Swakopmund mit Marulabrot. Bis zu 500 Brote pro Woche sollen gebacken und verteilt werden.

Ester und Olivers Tochter Hannah backen Marulabrote

Sechs weitere Partnerfamilien für Jojoba-pflanzungen

26/8/2020 

Sechs weitere Frauen partizipieren im Damara-Land mit ihren Familien am Jojoba-Projekt. Nach erfolgreichen Verhandlungen des Jojoba for Namibia Trusts mit lokalen Häuptlingen stellen diese den Frauen je 10 Hektaren zur Verfügung. Ein Grossteil des Landes soll mit Jojoba bepflanzt werden. Der Aufbau der Pflanzungen in der Nähe des Omdeldammes soll beginnen, sobald die corona-bedingten Mobilitätsbeschränkungen in Namibia wieder aufgehoben sind.

Nächster Ausbauschritt: Namarula Educational Centres

19/5/2020

Zusätzlich zu den Jojoba-Pflanzungen im Damaraland entsteht ein neuer Projektschwerpunkt im Norden des Landes. Im Ovamboland und Kavangoland ergeben die wildwachsenden Wüstenpflanzen Marula, Mongongo und Kalahari-Melon ebenfalls hochwertige Öle für die Anwendung in der Naturkosmetik. Im Unterschied zu den Jojoba-Pflanzungen, die erst in mehreren Jahren Früchte tragen, kann die lokale Bevölkerung die Saat dieser Wildpflanzen schon jetzt verwerten. Bereits erzielen über 1’500 Frauen mit ihren Sammelerträgen, die sie an das Projekt verkaufen, ein Einkommen. Erste Erfahrungen deuten auf ein grosses Potenzial und gute Absatzchancen für die Öle in Europa. Die Öko-Zertifizierung ist allerdings eine wichtige Voraussetzung. Der Jojoba for Namibia Trust plant deshalb den Aufbau regionaler Schulungs- und Produktionszentren. Dort sollen die Frauen, welche die Saat einsammeln, sowie das Personal, das sie weiterverarbeitet gezielt geschult und ausgebildet werden, damit die Zertifizierungsvoraussetzungen erfüllt werden. Zu den Themen gehören unter anderem Qualitätskontrolle und Hygienemassnahmen, aber auch die Aufforstung. Letztere soll dazu dienen, den Bestand an Marula, Nara und anderen Nutzpflanzen in der Region zu erhalten bzw. zu erweitern.

Die Öko-Zertifizierung der Öle verlangt strenge Qualitätssicherungs- und Hygienemassnahmen.

Julius Bär Nachhaltigkeitsbericht 2019: Jojoba-Projekt als Referenzbeispiel

19/5/2020

Seit 2019 unterstützt die Julius Bär Foundation den Jojoba for Namibia Trust beim Aufbau der Jojoba-Pflanzungen im Damaraland im Nordwesten Namibias. Im aktuellen Nachhaltigkeitsbericht der Bank Julius Bär ist das Projekt als Referenzbeispiel für die Bekämpfung der Wohlstandsungleichheit aufgeführt.

Gubasen - Steh auf und mach weiter

4/3/2020

 In diesen Wochen geht in Namibia die Regenzeit zu Ende. Grosse Teile des Landes haben erfreuliche Regenmengen bekommen – zur grossen Freude der betroffenen Menschen. Leider gilt dies noch nicht für die Namibwüste, aber es besteht berechtigte Hoffnung, dass auch dort noch Regen fällt.
Zehn Monate nach Projektstart im Damaraland gedeihen unsere Jojobapflanzen prächtig. Davon konnten sich im Februar 2020 unser Vorstandsmitglied Peter Beerli und Dieter Murach, Professor an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung in Eberswalde und Mitglied des Stiftungsrates Jojoba for Namibia Trust, vor Ort auf der Projektpflanzung Gubasen persönlich überzeugen. Gubasen ist ein Damara-Ausdruck und bedeutet „Steh auf und mach weiter“.
Weiter macht auch das Projekt, und zwar indem es neben Jojoba weitere Wüstenpflanzen für die Verwendung in der Naturkosmetik nutzbar macht. Zu den wild wachsenden, bisher kaum genutzten Pflanzen gehören Marula, Mongongo, Nara und Kalahari Melon. Aus diesen Wüstengewächsen können hochwertige Öle gewonnen werden, die ähnliche Eigenschaften wie Jojoba aufweisen. Inzwischen sammeln im Norden des Landes 1’500 Frauen verschiedene Saatsorten und verdienen sich auf diese Weise ein willkommenes Zusatzeinkommen. Der Impact-Charakter des Projekts zeigt sich darin auf beispielhafte Weise.

Peter Beerli und Dieter Murach bei der Inspektion der Projekt-Pflanzung Gubasen.

Erste Jojoba-Pflanzung offiziell eingeweiht

25/11/2019

Im Beisein von zahlreichen Gästen aus dem In- und Ausland fand am 14. November 2019 die feierliche Einweihung der ersten Jojoba-Pflanzung der Stiftung Jojoba für Namibia statt. Flankiert vom Bürgermeister von Henties Bay und dem Gouverneur der Provinz Erongo enthüllte Projektpartnerin Rosa Smit das Schild, das die Einfahrt in die Farm Gubasen anzeigt. Rosas Farm liegt auf Kommunalland in unmittelbarer Nähe des Omdeldamms. Auf ihrem Land gedeihen inzwischen 4500 Jojoba-Stecklinge. An den Eröffnungsfeierlichkeiten waren unter anderem Caroline Piraud von der Julius-Bär-Stiftung und Vanessa Lindner von der deutschen Naturskosmetikfirma Börlind zugegen. Den Verein Jojoba für Afrika vertrat Vorstandmitglied Peter Beerli. Grosse Beachtung fand das Jojoba-Fest auch in den namibischen Medien.

55 Dattelpalmen gepflanzt

1/11/2019

Noch rechtzeitig vor dem grossen Jojoba-Fest am 14. November 2019 pflanzte Rosa mit ihrem Team 55 Dattelpalmen, welche die Zufahrt zur Pflanzung säumen. Die Palmen gedeihen auf diesem Wüstenboden ausgezeichnet und dienen nicht nur ästhetischen Zwecken, sonden bereichern auch die Biodiversität. Zudem liefern sie ein schmackhaftes, gesundes Nahrungsmittel. Rechts von der Einfahrt sind Jojoba-Stecklinge zu sehen, von denen bereits 3’500 angepflanzt wurden.

Jojoba-Fest am 14. November 2019

19/7/2019

 Im November 2017 konnte der Jojoba for Namibia Trust auf seinem Weg zur Bekämpfung der Armut in den ländlichen Gebieten Namibias einen ersten Meilenstein setzen. In Person von Rosa Smit konnte der Initiator Oliver Rust eine erste Partnerin finden, die sich bereit erklärte, am Projekt teilzunehmen. Rosa bewirtschaftet eine kleine Farm im Damaraland, das zu den trockensten Wüstengebieten Namibias zählt. Chief Benjamin Naruseb und die lokalen traditionellen Behörden erteilten ihr die Erlaubnis, auf Kommunalland eine Jojoba-Pflanzung von 20 Hektaren anzulegen. Wenige Tage später wurden die ersten Wasserleitungen verlegt und schon im Januar 2018 konnte Rosa mit ihrer Familie unter Anleitung des Teams von Jojoba for Namibia Trust die ersten 500 Stecklinge pflanzen. Anlässlich des zweiten Jahrestags des Projektstarts veranstalten die Projektpartner am 14. November 2019 ein kleines Fest auf der neuen Pflanzung beim Omdel-Damm im Damaraland. Mitglieder des Schweizer Fördervereins Jojoba für Afrika haben die Möglichkeit am Fest teilzunehmen.

SWR schickt Filmteam nach Namibia

7/6/2019 

Im Juli erwarten die Projektverantwortlichen in Namibia ein Filmteam des deutschen SWR. Die Equipe wird eine Reportage über den nachhaltigen Jojoba-Anbau im Rahmen des Projekts Jojoba for Namibia produzieren. Im Vordergrund steht die Produktion des Jojoba-Öls und dessen Weiterverarbeitung für die Naturkosmetikfirma Börlind, die das Projekt unterstützt und die Abnahme des Öls garantiert. Der Filmbericht soll im Rahmen des Konsumentenmagazins „Marktcheck“ ausgestrahlt werden.

Julius Bär Stiftung engagiert sich

28/2/2019

Die Julius Bär Stiftung unterstützt den Jojoba for Namibia Trust beim Aufbau einer Jojoba-Pflanzung von 12 Hektaren mit lokalen Partnern im Damaraland (Namibia). Das Engagement erfolgt im Rahmen der Stiftungsaktivitäten zur Bekämpfung des Wohlstandsgefälles im südlichen Afrika und erstreckt sich über drei Jahre. 

AUFBAU VON JOJOBAPLANTAGEN & EDUCATIONAL HARVESTING CENTRES

11/2017

Im November 2017 Gründung unseres “Jojoba for Namibia Trust”, der es sich zum Ziel gesetzt hat, Frauen in den zumeist sehr trockenen, ländlichen Gegenden Namibias zu unterstützen.  Mit ausländischen Spenden finanziert, bauen wir gemeinsam mit den Frauen ihre eigenen Jojoba Plantagen auf oder errichten entsprechende Trainings- und Erntezentren. Eine gerechte, nachhaltige Lieferkette, sowie ein gesunder Lebensunterhalt sind unsere Hauptanliegen. Regelmässige workshops fördern einen regen Wissensaustausch und die Neufarmer erlangen alle nötigen Fähigkeiten, um die Plantagen und Zentren erfolgreich zu bewirtschaften.

Neben Jojoba werden noch weitere einheimische Pflanzen, wie Marula, Mongongo, !Nara und Kalahari Melonen geerntet oder angebaut.

NAMIB DESERT JOJOBA